Angola Mestre Pastinha



Vicente Ferreira Pastinha wurde am 05. April 1889 in Salvador geboren. Bei einem Interview von der Zeitung „Realidade“ 1967 sagte Mestre Pastinha, dass er Capoeira mit einem alten Afrikaner Mestre Benedito gelernt hat. Dieser hatte Mitleid mit Pastinha, weil dieser im Alter von 10 Jahren immer von einem anderen Jungen gehänselt und geschlagen wurde.

Pastinha ist mit 12 Jahren in die Marine eingetreten wo er angefangen hat seinen Kollegen Capoeira beizubringen. Als er mit 20 Jahren aus der Marine ausgetreten ist, hat er seine erste Capoeira Schule in einer Fahrradwerkstatt eröffnet. Hier hatte Pastinha die Akademie von 1910 bis 1922. Danach ist er nach Cruzeiro de Sao Francisco umgezogen.

1941 hat Pastinha das Sportzentrum der Capoeira Angola mit Hilfe von Mestre Amorzinho eröffnet. Für Mestre Pastinha war der Unterschied der Capoeira Angola zur Regional, dass Angola keine Methode hat, heilig und arglistig ist. Pastinha hat die Vermischung von Meste Bimba nicht akzeptiert, welcher Bewegungen aus anderen Kampfarten in die Capoeira eingebracht hat. In der Capoeira Angola, so erklärte Mestre Pastinha, benutzt der Capoeirista unzählige Kunsstfertigkeiten um seinen Gegner zu täuschen und abzulenken. Vortäuschen sich zu entfernen um dann aber schnellstens zurückzukommen zu einem Angriff. Zu einer und zur anderen Seite springen. Sich zu allen Seiten drehen, eindrehen und eine arglistige Ginga laufen.

Mestre Pastinha war ein groß-gefeierter Mann des popularen Lebens von Bahia. Er wurde von dem Minister für Auslandsbeziehungen zu dem internationalem Premier Festival der schwarzen Kunst im April 1966 nach Dakar/ Afrika eingeladen. Trotzalledem war Patinha am Ende seines Lebens praktisch vergessen. Ende 1979 wurde er zu seinen Heimartsort zurückgeschickt und nach einem Schlaganfall mit anschliessenden einjährigen Krankenhausaufenthalt, wurde er in dem Altenheim D. Pedro segundo untergebracht.

Mit 94 Jahren ist Mestre Pastinha am 14. Oktober 1981 gestrorben. Seine Beerdigung wurde mit Berimbau Rythmen gehuldigt.

Axé Mestre Pastinha!